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Die Sitzordnung zur Hochzeit

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Jede Braut kennt das: der Saal ist gebucht, die Gästeliste steht – jetzt soll es so langsam an die Sitzordnung der Hochzeitsfeier gehen. Aber wen setzt man zusammen, wer passt zu wem und wer sitzt in der Nähe des Brautpaares? Die Sitzordnung einer Hochzeit ist ein schwieriges Thema. Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl und Sorgfalt bei der Planung Eurer Platzverteilung sorgt Ihr für eine tolle Stimmung und tragt grundlegend zum Gelingen der Feier bei. Um Euch beratend zur Seite zu stehen, haben wir mit vielen Kunden und Hochzeitsplanern gesprochen. Erfahrt hier, welche Tipps wir Euch verraten können, damit die Planung der perfekten Sitzordnung stressfrei gelingt und welche Fettnäpfchen es zu vermeiden gilt.

Kleine Tricks zur Planung Eurer Sitzordnung

Die Erfahrung zeigt: Beginnt rechtzeitig mit der Planung der Sitzordnung. Dadurch vermeidet Ihr, dass Euch das Ganze über den Kopf wächst und Ihr zu guter Letzt schlechte Laune bekommt. Unser Tipp für Eure Sitzordnung für die Hochzeit ist, von Beginn an mit einer Gästeliste zu arbeiten.

Vorteil einer solchen Liste ist, dass Ihr von Anfang an die Gästenamen mit kompletten Anschriften einpflegen könnt, um diese im Verlauf der weiteren Hochzeitsplanung für Adressetiketten, Hochzeitsextras oder auch Tischkarten zu verwenden. Wir ahben Euch hierzu eine praktische Gästeliste als Excel-Vorlage erstellt. Diese könnt Ihr für die weiteren Papeterieartikel, wie Tischkarten und Danksagungen aber auch die Planung der gewählten Speisen und benötigten Hotelzimmer nutzen. Außerdem könnt Ihr in dieser Liste all Eure Ausgaben notieren und habt so Euer Budget immer im Blick. Die Zusagen Eurer Gäste notiert Ihr ebenfalls in dieser Liste und erhaltet so relativ schnell einen guten Überblick über die benötigten Sitzplätze Eurer Hochzeitsfeier. Noch einfacher wird es, wenn Ihr die Zusagen in unterschiedliche Kategorien einteilt. Zum Beispiel:

  • Arbeitskollegen Bräutigam
  • Arbeitskollegen Braut
  • Verwandtschaft
  • Fußball
  • Nachbarn
  • Freunde
  • Familie

Rund oval oder doch eckig?

Welche Tischform für die Sitzordnung?

"Wir finden eine Hochzeit mit runden Tischen großartig." Unsere Umfrage hat gezeigt, dass sich viele Brautpaare freistehende, runde Tische für ihre Hochzeitsfeier wünschen. Eine solche Tischform ist elegant und bietet optimale Gesprächsmöglichkeiten, da die Gäste dicht beieinander sitzen und sich anschauen können. Eine Sitzordnung zur Hochzeit an langen Tafeln ist hingegen eher unbeliebt, da die Gäste dort weit auseinandersitzen und Gespräche nur mit dem direkten Nachbarn möglich sind. Hinzu kommen die unbeliebten Randplätze, wo niemand gerne sitzt. Man fühlt sich dort immer ein bisschen ins Abseits gedrängt und verloren, da man zu weit entfernt sitzt, um von den Gesprächen am Tisch etwas mitzubekommen. Natürlich müsst Ihr immer berücksichtigen, welche Möglichkeiten es in Eurer Hochzeitslocation gibt, um die Tische aufzustellen.

Der Brauttisch - das Highlight im Saal

Der Brauttisch ist Blickfang im Hochzeitssaal und sollte ins Auge fallen. Richtet den Tisch so aus, dass Eure Hochzeitsgäste Euch anschauen können. Schließlich seid Ihr ja auch der Mittelpunkt der Feier. Kennt Ihr die Tradition, die Braut zu küssen? Schlägt ein Hochzeitsgast mit einem Dessertlöffel an sein Glas, so dürfen Braut und Bräutigam sich küssen. Mitunter kann das beim Hochzeitsessen recht anstrengend sein, da mindestens jeder Partygast das Brautpaar einmal zum Küssen auffordern wird.

Stressfrei planen: so gelingt die Sitzordnung

Von einer Sitzordnung nach Gutdünken mit sogenannten „bunten Reihen“ raten wir ab. Wenn Ihr Euch komplett gegen eine Hochzeitssitzordnung entschieden haben und Eure Gäste die Plätze frei wählen können, ist das etwas anderes, denn so entscheidet jeder Gast selbst, wo er sitzen mag. Aber eine Platzierung der Gäste, um ein intensiveres Kennenlernen zu ermöglichen, kann schlimmstenfalls für schlechte Laune und frostige Stimmung zwischen den Gästen sorgen. Setzt besser immer zwei miteinander gut bekannte Pärchen an einen Tisch, so fühlt sich niemand fehl am Platz.

Ehepartner solltet Ihr nicht trennen. Schön ist es, wenn Ihr für jeden Tisch eine Gemeinsamkeit findet, die Eure Gäste verbindet. Und sei es nur, dass diese sich bei einer früheren Gelegenheit schon einmal begegnet sind. Gemeinsame Interessen oder ähnliche Werdegänge sorgen in der Regel immer für netten Gesprächsstoff. Spätestens wenn die Tanzfläche eröffnet wird, lernt man ohnehin die restlichen Gäste kennen. Daher ist es unnötig, das durch eine gemischte Hochzeitssitzordnung zu erzwingen.

Die 6 Tabus einer Sitzordnung

  1. Trennt keine Pärchen
  2. Vermeidet einen kompletten Singletisch: Eure alleinstehenden Gäste können sich so schnell unwohl fühlen, da sie das Gefühl bekommen, irgendwie außen vor zu sein, wenn sie wie auf einem Präsentierteller vorgeführt werden.
  3. Ein Kindertisch ist sinnvoll – aber bitte ohne Teenies: 14 und 15jährige Jugendliche bekommenen sonst schnell das Gefühl, ungewollt als Babysitter eingespannt zu werden. Wenn es bei Eurer Sitzordnung zur Hochzeit einen Kindertisch geben soll, verteilt dort am besten gleich Malblöcke, Stifte oder kleineren Spielsachen, wie Legosteine oder Playmobilpferdchen.
  4. Ältere Gäste bitte nicht unbedingt in der Nähe der Musik platzieren: Aufgrund der Lautstärke fühlen sie sich dort sicher nicht so wohl und können schlecht den Gesprächen am Tisch lauschen.
  5. Verstrittende Paare – bitte keine erneuten Verkupplungsversuche: Geht entspannt mit der Situation um und platziert diese vielleicht nicht gerade an einem Tisch.
  6. Verwandtschaft in der Nähe des Brautpaares platzieren: Großtanten, Geschwister und andere Verwandte fühlen sich mit dem Brautpaar verbunden. Sofern diese keinen Platz am Brauttisch finden, achtet bei Eurer Sitzordnung zur Hochzeit darauf, die Familie in Eurer Nähe zu platzieren.

Stehtische sorgen für Geselligkeit

Die Erfahrung zeigt: Jede gute Party braucht Stehtische. Diese lockern die Sitzordnung auf und sorgen ganz nebenbei für Geselligkeit. Wer es erst einmal bis an einen Stehtisch geschafft hat, redet nicht nur vom Tanzen, sondern fängt auch gleich an. Und was gibt es schöneres für das Brautpaar, als eine ausgelassene Stimmung und eine volle Tanzfläche.

Locker bleiben - Sitzpläne können sich auch mal ändern

Ebenso ist es natürlich auch möglich, dass kurz vor Eurem großartigen Tag noch Gäste anrufen, um abzusagen oder mitzuteilen, dass sie nun doch ohne Kinder kommen oder sogar ihren Austauschschüler mitbringen. Lasst Euch nicht aus der Ruhe bringen. Bleibt entspannt und bittet Eure Trauzeugen um Hilfe. Kurz vor Eurem Fest habt Ihr andere Dinge im Kopf und solltet Euch Eure Laune nicht mit so klitzekleinen Veränderungen rund um die  Sitzordnung zur Hochzeit verderben lassen.

Ein Extratisch für Blumen und Geschenke

Ein super Tipp unseres Weddingplanners ist der Extratisch für Hochzeitsgeschenke. Ganz sicher werdet Ihr an diesem Tag überhäuft mit Glückwünschen, Karten und Geschenken. Weil Ihr dann aber natürlich keine Zeit habt, all die lieb gemeinten Präsente auszupacken, solltet Ihr diese auf einem extra Geschenketisch zwischenlagern. Macht es Euch einfach und bittet Eure Trauzeugen, Euch die überreichten Geschenke abzunehmen und diese dort zu platzieren.

Tischkarten oder Tischplan?

Wir raten dazu, Sitzplätze und Tische zu kennzeichnen. Carinokarten bietet Euch hier eine Vielzahl an Tischkarten und Tischplänen in unterschiedlichen Formaten an. Je nach Bedarf könnt Ihr entweder die einzelnen Sitzplätze mit persönlichen Tischkärtchen versehen oder Ihr teilt ganzen Gruppen einen Tisch zu. Für diese Art von Platzverteilung bietet sich ein großer Tischplan mit passenden Tischnummern an.

Den großen Tischplan mit Ihrer Sitzordnung können Sie dekorativ am Eingang des Festraums platzieren, zum Beispiel auf einer Staffellei. Zusätzlich zu den verschiedenen Gruppentischen, können Sie dort auch mit einem liebevollen Spruch Ihre Gäste begrüßen und sie auffordern nach Ihren Sitzplätzen zu suchen.

„Keiner mag den ganzen Abend stehen,
drum könnt Ihr hier Euren Sitzplatz sehen.
Zum Essen verteilt Euch bitte an den Tischen
zum Tanzen könnt Ihr später die Plätze gerne mischen.
Wir wünschen Euch viel Spaß, seid unsere Gäste
genießt die Hochzeit und feiert feste.“

Die Nummernschildchen für die Tische könnt Ihr auch anstatt mit Zahlen ganz individuell mit lustigen Bezeichnungen rund um das Thema Hochzeit oder Liebe beschriften, wie zum Beispiel: „Vertrauen, Verständnis oder Verlangen“ - oder Ihr wählt den Witz des Wortes und ergänzen die Gruppentischkarten für Eure Sitzordnung zur Hochzeit mit Begriffen wie „fantasTISCH, poeTISCH, chaoTISCH" usw. Erlaubt ist, was gefällt.

Unsere Tischpläne erhaltet Ihr im passenden Design zu Eurer Hochzeitspapeterie als Hochformate und Querformate in den Größen 40 x 60 cm, 50 x 70 cm und 60 x 90 cm.