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Die Katholische Trauung Tipps zur Planung

Die Ehe ist eines von sieben Sakramenten innerhalb der katholischen Kirche und gilt somit als unauflöslich. Das Ehesakrament wird außerdem nicht durch den Pfarrer gespendet, sondern das Brautpaar spendet sich dieses gegenseitig durch das Ja-Wort. Natürlich hat die katholische Trauung einen festen Aufbau, jedoch kann das Brautpaar die Gestaltung der Zeremonie auch mitbestimmen. In einem Vorgespräch mit dem Pfarrer können zum Beispiel die Art der Einzugsprozession, die Lesung, die Fürbitten, die Segnungstexte für die Eheringe sowie die Trauung und auch die Lieder, die das Brautpaar während der Trauung singen bzw. vortragen lassen möchte, abgesprochen werden. Eine Auswahl an schönen Trausprüchen für Eure Trauung haben wir Euch hier zusammengestellt.

Um Euren Gästen eine kleine Hilfe an die Hand zu geben, könnt Ihr ein Kirchenheft zur Trauung erstellen, das den Ablauf des Gottesdienstes aufführt und auch die Liedtexte und die Titel der Lesung beinhaltet. So könnt Ihr sichergehen, dass Eure Gäste auch gerne bei weniger bekannten Liedern mitsingen. Informationen zu Gestaltung Eures individuellen Kirchenheftes und unsere Vorlagen findet Ihr hier.

Unser Tipp: Gerade wenn Uhr auch weltliche Lieder in die Zeremonie einbinden möchtet, solltet Ihr mit dem Pfarrer Rücksprache halten, ob er mit diesen einverstanden ist. Je mehr Ihr mit Eurem Pfarrer Eure individuellen Vorstellungen besprecht und abstimmt, desto persönlicher könnt Ihr Eure Trauung gestalten.

Voraussetzungen für die katholische Trauung

Grundsätzlich kann eine katholische Ehe nur geschlossen werden, wenn bestimmte Voraussetzungen hierfür erfüllt sind. Die standesamtliche Trauung ist Voraussetzung für eine katholische Trauung und geht dieser voraus, denn nur eine standesamtliche Hochzeit ist in Deutschland rechtskräftig.

Wenn Ihr beide unterschiedlichen Konfessionen angehört und Euch katholisch trauen lassen möchtet, könnt Ihr dies mit einer Sondererlaubnis machen – diese Ehe wird dann natürlich auch als Sakrament vor der katholischen Kirche angesehen. Außerdem braucht Ihr für Eure katholische Trauung zwei Trauzeugen, die das Ja-Wort bezeugen und nach der Trauung auch unterschriftlich bestätigen. Die Trauzeugen müssen nicht unbedingt einer christlichen Kirche angehören, aber der Pfarrer entscheidet über deren Zulassen. Außerdem müssen die Trauzeugen mindestens 14 Jahre alt sein.

Es ist Standard, dass eine kirchliche Trauung in einer Kirche stattfindet, jedoch kann in Ausnahmefällen auch eine katholische Trauung im Freien erlaubt werden. Wenn Ihr Euch nicht in Eurer Heimatgemeinde trauen lassen möchtet, ist es notwendig, bei Eurem zuständigen Pfarrer die Erlaubnis in Form einer sogenannten Dimissoriale einzuholen.

Benötigte Dokumente für die katholische Trauung

Für die Anmeldung zur Trauung benötigt Ihr

  • Eure Personalausweise
  • die Taufurkunde mit Ledigennachweis (darf nicht älter als 6 Monate sein)
  • ggf. das Firmungszeugnis
  • Heiratsurkunde des Standesamtes bzw. Anmeldung zur Eheschließung, wenn die Trauung noch bevorsteht

Die Taufurkunde erhaltet Ihr bei Eurem Taufpfarramt. Ein Firmungszeugnis benötigt Ihr nur dann, wenn Eure Firmung nicht auf Eurem Taufschein vermerkt ist. Wenn Eure Trauung nicht in Eurer Heimatgemeinde stattfinden soll, benötigt Ihr außerdem die Erlaubnis Eures Pfarrers durch eine Traulizenz oder einen sog. Entlassschein (Dimissoriale).

Ablauf der katholischen Trauung

In der katholischen Kirche wird zwischen zwei Ablaufarten für den Gottesdienst unterschieden: dem Wortgottesdienst und der Messfeier. Ist das Brautpaar katholisch, wird meist eine Heilige Messe zelebriert. Ist jedoch nur ein Ehepartner katholisch, wird in der Regel ein ökumenisch gefeierter Wortgottesdienst gehalten. Die eigentliche Trauung ist in beiden Fällen aber gleich. Sie findet nach der Predigt statt und wird durch die Frage eingeleitet, ob das Brautpaar bereit ist, den Bund der Ehe einzugehen und diese nach christlichen Werten zu führen.

Zur Bezeugung des Ja-Wortes treten auch die Trauzeugen heran. Danach werden die Eheringe gesegnet und sich gegenseitig vom Brautpaar im Anschluss an das Eheversprechen angesteckt. Die Eheschließung wird durch den Zelebranten bestätigt, indem er die ineinandergelegten Hände des Brautpaares mit der Stola umschließt. Anschließend werden der Trausegen ausgesprochen und die Fürbitten vorgetragen.

Erster Teil: Eröffnung

  • Empfang des Brautpaares vor der Kirche
  • Lied zum Einzug
  • Begrüßung / Einführung
  • Kyrie (Gloria)

Zweiter Teil: Wortgottesdienst

  • Lesung
  • Antwortgesang
  • Evangelium
  • Predigt

Dritter Teil: Trauung

  • Befragung des Brautpaares
  • Segnung der Ringe
  • Vermählung durch den Vermählungsspruch und das anschließende Ja-Wort
  • Bestätigung der Vermählung
  • Feierlicher Trausegen
  • Unterzeichnung der Trauungsdokumente
  • Fürbitten

Vierter Teil: Eucharistiefeier (entfällt bei einem reinen Wortgottesdienst)

  • Lied zur Gabenbereitung
  • Eucharistisches Hochgebet
  • Vaterunser
  • Friedensgruß
  • Kommunion
  • Danklied

Fünfter Teil: Abschluss

  • Schlussgebet
  • Abschluss
  • Segen
  • Lied zum Auszug

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